Meine ersten Wochen mit Minilonte

 


Meine ersten Wochen mit Minilonte
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   27.07.13 15:51
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Der erste Schrei...das schönste und beeindruckenste Gefühl, was ich je in meinem leben hatte...

Da ich während des gesamten Geburtsvorganges mit meiner Atmung beschäftigt war, hatte ich den ersten Schrei nur periphär wahrgenommen...es lief alles wie in einem Film ab....Pünktchenmaus (Pünktchen nannten wir unsere kleine Maus, da sie auf ihrem ersten Ultraschallbild nur einen Punkt groß war)...Pünktchenmaus lies aber mit ihrem Schreikonzert auch nicht allzulange warten und legte sogleich richtig los und das änderte sich auch nicht, bis sie das erste Mal an meiner Brust war. Die ersten Schreie unserer Tochter lösten bei uns einen wahren Tränenschwall aus. Obwohl meine Atmung noch etwas gehandicapt war, heulte ich Rotz und Wasser...es war einfach so unbeschreiblich. Ich kann es jetzt noch nicht in Worte fassen, wie schön und unglaublich sich dieser Moment anfühlt.

Ich riss meine Augen auf und guckte sie an , wie sie in diesem Tuch eingewickelt war und wie sie schon duftete...wie zerknautscht und frisch sie aussah...und das ist meine, das ist unsere Tochter...die wir gemeinsam geschaffen haben...die aus einem kleinen, winzigen, fast übersehbaren Punkt entstanden ist...unglaublich...welch vollkommenes und einzigartiges Wesen dabei rausgekommen ist..mit ihren noch nassen, dunklen Haaren..und sie hatte totl viele Haare...mittlerweile sind sie aschblond geworden, aber noch immer zahlreich.

Und dann die ersten Berührungen. Nachdem der Papa die kleine Maus im Arm hatte, wurde mir Lontchen - unter einem Stoffband fixiert - an die Brust gelegt und da blieb sie auch eine ganze Weile. Noch immer realisierte ich gar nicht richtig, was  da gerade passiert war...wir waren nun zu dritt. Das ist unser Kind...unser Kind der Liebe...und es ist einfach perfekt!

27.7.13 15:49


15.Juli 2013, 05:00

Der Wecker klingelt...

UNSER großer Tag kann beginnen...die Nacht hab ich ganz gut geschlafen...bei all den Befürchtungen, die ich hatte, dass diese Nacht eher schlaflos wird...hab ich wirklich gut geschlafen. 

Gut, ein Kaffee hätte den Start in den Tag vielleicht noch komplettiert...aber ich musste mich leider mit Wasser trösten...meinen Magen musste ich ganz nüchtern lassen, aber wahrscheinlich hätte ich vor Aufregung eh nichts runterbekommen.

Wahnsinnn..die letzten Stunden vor dem Kaiserschnitt, die letzten Stunden, bevor unsere kleine Maus bei uns ist, den ersten Schrei macht, wir rotz und Wasser heulen werden ...ein unglaubliches Gefühl, ein Mischmasch aus Aufregung, Hibbeligkeit, Spannung, Vorfreude, Angst, Unsicherheit, Glück...alles zusammen...

Die letzten Stunden mit Bauch, mit Anstrengung, Wasser in den Beinen, Sodbrennen, Schwerfälligkeit, Kurzatmigkeit...aber auch die letzten Stunden, in denen Minimaus und ich SO eng verbunden sind und uns so nahe sind...die letzten Stunden, die Papa noch durchhalten muss, bevor er sein Töchterchen auch endlich richtig begreifen, anfassen, berühren und wpüren kann...

 Ein Abschied-Nehmen und ein Willkommen-Heissen zugleich!

 

Die letzten Momente bis zum Kaiserschnitt...

Momente, die mich jetzt noch ein bisschen erschaudern lassen...

Wir sind also im Krankenhaus...es wird CTG geschrieben, ich werde zum Zimmer geführt...muss mich hurtig in das schöne Krankenhausoutfit schmeissen, was mir sowieso nicht lange am Leib bleibt...ich trink das gar nicht wohlschmeckende Säftchen gegen Sodbrennen und dann geht die Fahrt richtung OP-Saal schon los...ich fühl mich einfach nur wie in einem Film...Aufgeregt und angespannt und mit weit aufgerissenen Augen "fotografiere" ich alle Räume und Lichter und Menschen, die mich auf dem Weg in den OP-Saal begleiten..die lieben Worte der Ärzte und des Klinikpersonals nehme ich nur am Rande wahr...gedanklich bin ich schon im OP und bei der Spinalanästhesie, vor der mir so graut...

Diese grellen Lichter und diese überaus kalt wirkenden Räume dämpfen mein ohnehin schon angespanntes Gemüt...

Das Personal im OP erwartet mich schon...jeder von den Ärzten bereitet seinen Aufgabenbereich sorgfältig vor...mir wird ein Zugang für Infusionen gelegt, ein Klipser am Finger befestigt, der meine Sauerstoffsättigung misst...einzig die Spinale muss noch gelegt werden..warten warten, der Narkosearzt ist noch nicht da...meine Aufregung steigt...wird es wirklich so schlimm, wie ich befürchte oder ist doch alles nicht so wild...

Leider war ersteres der Fall..es war leider gar nicht halb so wild...ich kann jetzt noch spüren, wie sie versuchen, mir die Nadel richtig zu setzen...ein sauungutes Gefühl..als sie mit dem Ding endlich drinne waren, konnte ich genau spüren, wie tief sie die Nadel hinten reingebohrt hatten...

Endlich, der Zugang war gelegt, die Betäubung begann zu wirken, bald spürte ich untenrum null-komma-nix mehr..aber leider nicht nur untenrum, nein, auch meine Atemmuskulatur war leicht lahmgelegt, was mir aber vorher niemand gesagt hat, dass das im Zuge der Spinalen auch passiert und zu einer schwereren Atmung führen kann...ich wurde panisch..und dieser Zustand wurde erst leichter oder erträglicher, als meine kleine Maus geboren war...

Der erste Schrei...das schönste und beeindruckenste Gefühl, was ich je in meinem leben hatte...

26.7.13 18:01


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